Zeitplan für die Entscheidung: Was in dieser Woche zu tun ist
Die aktuelle Projektversion v4.7.0 wurde am 13.08.2026 veröffentlicht und erweitert den nativen PowerPoint-Export unter anderem um bearbeitbare Formeln und echte Hyperlink-Beziehungen. Das ist der entscheidende Hinweis für die Einordnung: PPT Master sollte nicht als Generator fertiger Folienbilder verstanden werden, sondern als AI-PowerPoint-Workflow, der eine native, bearbeitbare PPTX-Datei erzeugen soll. Die Inhalte, Daten und das Layout sind damit noch nicht automatisch abgenommen. (offizielle Release-Notiz von PPT Master)
Diese Woche empfiehlt sich folgende Reihenfolge:
- Eine kurze Quelle mit 5 bis 8 Folien als Testfall auswählen.
- Die erzeugte Datei in der tatsächlich verwendeten PowerPoint-Umgebung öffnen.
- Eine bestehende Firmenvorlage mit einem kleinen Beispiel prüfen.
- Vor einer Serienproduktion eine feste Übergabe-Checkliste definieren.
Letzte Aktualisierung: 14.08.2026. Die Angaben wurden anhand des offiziellen Repositorys, der aktuellen Getting-Started-Dokumentation, des Template-Leitfadens und der veröffentlichten Version v4.7.0 geprüft.
Diese Anleitung richtet sich an Forschende, die Berichte oder Papers in editierbare Präsentationen überführen möchten, an Beratungs- und Unternehmensteams mit eigener Markenstruktur sowie an Entwickler, die einen offenen AI-Workflow für PowerPoint in ihre Umgebung integrieren wollen. Wer lediglich eine einzelne dekorative Präsentation als Bild exportieren möchte, benötigt diesen Prüf- und Installationsaufwand meist nicht.
Erster Schritt: Das eigentliche Problem hinter AI-generierten Folien erkennen
Viele AI-Präsentationstools erzeugen eine überzeugende Vorschau, aber die gelieferte Datei besteht im Kern aus Hintergrundbildern oder gerenderten Folien. Das sieht in einer Präsentationsansicht korrekt aus, lässt sich jedoch nicht sauber weiterbearbeiten. Ein Text kann dann nicht ersetzt, ein Diagramm nicht neu berechnet und eine einzelne Form nicht verschoben werden, ohne die gesamte Folie neu zu erzeugen.
PPT Master verfolgt einen anderen technischen Ansatz. Laut offizieller Projektbeschreibung werden Elemente wie Textfelder, Formen, Diagramme, Tabellen und weitere Bestandteile als native PowerPoint-Objekte exportiert. Die v4.7.0-Dokumentation nennt zusätzlich editierbare PowerPoint-Formeln und echte Hyperlink-Beziehungen. Damit entsteht eine bearbeitbare PPTX, nicht nur eine visuelle Kopie. (offizielles PPT-Master-Repository)
Das beseitigt jedoch nicht alle Risiken:
- Inhaltliches Risiko: Ein Sprachmodell kann eine Einschränkung aus einer Studie übersehen, eine Zahl falsch zusammenfassen oder eine Korrelation als Ursache formulieren.
- Strukturelles Risiko: Ein langer Bericht muss zunächst in eine Präsentationslogik übersetzt werden. Die Reihenfolge eines Dokuments ist nicht automatisch eine gute Reihenfolge für einen Vortrag.
- Darstellungsrisiko: Ein Layout kann in der Vorschau passen, aber durch eine andere Schriftart, Zeilenhöhe oder PowerPoint-Version überlaufen.
- Vorlagenrisiko: Eine Firmenvorlage enthält oft mehr als Farben und Logo: Master, Layouts, Platzhalter, Abstände, Fußzeilen, Schriftregeln und Markenmaterial.
- Betriebsrisiko: Der Workflow benötigt eine AI-Programmierumgebung, lokale Abhängigkeiten, API-Zugang und eine stabile Dateiablage. Ein Fehler in der Umgebung kann den Export verhindern, obwohl die Präsentationslogik bereits erstellt wurde.
Wichtig: „Generierung abgeschlossen“ und „Lieferung geprüft“ sind zwei verschiedene Zustände. PPT Master kann den ersten Zustand automatisieren; der zweite bleibt ein kontrollierter Abnahmeprozess.
Zweiter Schritt: Bearbeitbarkeit nicht mit optischer Ähnlichkeit verwechseln
Eine editierbare PPTX muss nicht nur in PowerPoint geöffnet werden können. Für die Abnahme sollte geprüft werden, ob die einzelnen Bestandteile tatsächlich separat veränderbar sind.
Bei Texten
Ein Text sollte als Textfeld vorliegen, damit Inhalt, Schriftart, Größe und Ausrichtung geändert werden können. Wenn eine Überschrift Teil eines Bildes ist, besteht keine echte Bearbeitbarkeit. Bei längeren Texten ist zusätzlich zu kontrollieren, ob der Text beim Ersetzen überläuft oder ungewollt die nächste Form verschiebt.
Bei Diagrammen und Tabellen
Diagramme müssen in der Zielumgebung separat auswählbar und, soweit vom Export unterstützt, mit neuen Daten versorgbar sein. Eine Diagrammoptik als Screenshot ist für eine Berichtspräsentation problematisch, weil Zahlenänderungen dann manuell in einem Bild nachgebaut werden müssten. Tabellen sollten ebenfalls aus einzelnen Zellen oder editierbaren PowerPoint-Strukturen bestehen, nicht aus einem flachen Hintergrund.
Bei Formen, Bildern und Verknüpfungen
Formen, Linien und Pfeile müssen einzeln markierbar sein. Bilder dürfen zwar als Bildobjekte vorliegen, sollten aber nicht die gesamte Folie als eine einzige Grafik ersetzen. Hyperlinks sollten als echte Verknüpfungen kontrolliert werden. Die aktuelle Projektbeschreibung weist ausdrücklich darauf hin, dass PowerPoint-Animationen und Hyperlinks als native Bestandteile exportiert werden können; die Zielanwendung bleibt dennoch entscheidend.
Dritter Schritt: Eigene Vorlagen auf dem richtigen Weg einbinden
„Eigene PPT-Vorlage verwenden“ kann bei PPT Master zwei unterschiedliche Anforderungen bedeuten.
Variante A: Bestehende PPTX befüllen.
Hier bleibt die vorhandene Datei oder ihre Struktur der Ausgangspunkt, während Inhalte ersetzt oder ergänzt werden. Der offizielle Template-Leitfaden nennt dafür den Weg „Fill Native PPTX“. Ein typischer Arbeitsauftrag lautet sinngemäß, eine vorhandene Vorlage mit einer Inhaltsdatei zu befüllen. (offizieller Template-Leitfaden)
Variante B: Einen wiederverwendbaren Template-Arbeitsbereich erstellen.
Hier wird aus einer vorhandenen PPTX, aus SVG-Dateien, PDF-Referenzen, Markenmaterialien oder weiteren Dokumenten ein strukturierter Arbeitsbereich erzeugt. PPT Master unterscheidet dabei unter anderem Brand-, Style-, Layout- und Deck-Arbeitsbereiche. Die Vorlage ist somit nicht bloß eine Farbpalette, sondern eine Kombination aus visuellen Regeln, Seitenstrukturen und Assets.
Der Unterschied ist für Teams entscheidend: Das Befüllen einer einzelnen Vorlage kann schnell zu einem konkreten Ergebnis führen. Ein wiederverwendbarer Template-Arbeitsbereich benötigt dagegen eine saubere Definition, welche Layouts, Schriftarten, Logos und Seitenmuster künftig zulässig sind.
PowerPoint selbst behandelt einen Slide Master als zentrale Struktur für Farben, Schriftarten, Effekte, Hintergründe und Layouts. Microsoft beschreibt außerdem, dass ein angepasster Master als wiederverwendbare Vorlage gespeichert werden kann. Eine AI-generierte Nachbildung sollte daher nicht nur visuell, sondern auch strukturell kontrolliert werden. (Microsoft-Dokumentation zu Slide Masters)
So sollte ein Vorlagentest aussehen
- Eine echte Unternehmens-PPTX mit wenigen repräsentativen Folien auswählen.
- Alle verwendeten Schriftarten und Logos separat dokumentieren.
- Eine Startfolie, eine Inhaltsfolie, eine Diagrammfolie und eine Schlussfolie testen.
- Den genauen Template-Pfad im Arbeitsauftrag angeben.
- Die erzeugte PPTX in PowerPoint öffnen und mit der Originalvorlage vergleichen.
- Master-Elemente, Platzhalter, Seitenverhältnis, Fußzeilen und Abstände kontrollieren.
- Erst nach diesem Test eine größere Präsentation mit mehreren Kapiteln erzeugen.
Eine bloße Anweisung wie „Verwenden Sie unsere Firmenvorlage“ ist zu unpräzise. Für eine zuverlässige Auswahl sollte der Arbeitsauftrag auf einen eindeutigen Pfad oder einen zuvor eingerichteten Arbeitsbereich verweisen.
Vierter Schritt: Lange Quellen in eine Präsentationslogik überführen
PPT Master kann PDF, DOCX, Bilder und weitere Dateien aus dem Projektordner als Quellen verwenden; außerdem lässt sich Text direkt an den AI-Agent übergeben. Die offizielle Anleitung beschreibt Dokumente im Projektverzeichnis als mögliche Ausgangsquellen für eine PPT-Erstellung. (offizielle Getting-Started-Anleitung)
Für eine belastbare Umwandlung sollte der Prozess nicht bei „Erzeuge Folien aus diesem Dokument“ enden. Besser ist eine gestufte Anweisung:
- Quellen erfassen: Welche Dokumente, Webseiten, Tabellen und Anhänge sind verbindlich?
- Begrenzungen markieren: Welche Zahlen dürfen nicht verändert werden? Welche Aussagen benötigen Quellen?
- Zielgruppe festlegen: Vorstand, technische Fachgruppe, Kundentermin oder wissenschaftliches Kolloquium verlangen unterschiedliche Detailgrade.
- Kernaussage bestimmen: Jede Folie braucht eine erkennbare Aussage und nicht nur ein Thema.
- Seitenstruktur planen: Titel, Problem, Beleg, Konsequenz und nächste Handlung sollten nicht zufällig verteilt werden.
- Daten und Quellen verknüpfen: Diagramme dürfen nicht aus einer unklaren Zusammenfassung entstehen.
- Sprechtext und Folientext trennen: Eine Folie ist kein kopierter Bericht.
Das ist der Bereich, in dem AI-Generierung besonders nützlich, aber nicht selbstständig zuverlässig ist. Ein Modell kann aus 80 Seiten einen plausiblen roten Faden erzeugen und dennoch eine Randbedingung aus einer Fußnote verlieren. Deshalb sollte die Originalquelle neben der erzeugten Präsentation geöffnet bleiben.
Fünfter Schritt: Vorschau als Prüfstation nutzen
PPT Master stellt laut Getting-Started-Dokumentation eine Live-Vorschau im Browser bereit. Standardmäßig wird zunächst localhost:5050 verwendet; falls dieser Port belegt ist, wird ein anderer freier Port gewählt. In der Vorschau können Elemente direkt bearbeitet oder mit Anmerkungen für eine erneute AI-Überarbeitung versehen werden.
Die Vorschau ist besonders hilfreich für drei Fehlerklassen:
- Textüberläufe und abgeschnittene Überschriften,
- falsch positionierte Formen oder Bilder,
- unpassende Seitenfolgen und visuelle Wiederholungen.
Sie ist aber kein Ersatz für die Prüfung der finalen PPTX. Die Dokumentation bezeichnet Microsoft PowerPoint als primäres Ziel für die Bewegungsvalidierung und weist darauf hin, dass andere Präsentationsprogramme einzelne Animationen anders abbilden können.
Auch die lokale Umgebung beeinflusst das Ergebnis. Sprachmodell, Bildmodell, Python-Abhängigkeiten, verfügbare Schriftarten, Betriebssystem und Office-Version übernehmen unterschiedliche Rollen. Ein starkes Modell kann die Inhaltsstruktur verbessern, aber keine fehlende Schriftart im Zielsystem ersetzen. Ein Bildmodell kann passende Motive liefern, aber keine falschen Quellenangaben korrigieren.
FAQ: Die wichtigsten Entscheidungen vor dem ersten Projekt
Sind die PPTX-Dateien von PPT Master bearbeitbar?
Ja, das Projekt ist ausdrücklich auf native PowerPoint-Objekte ausgerichtet. Das bedeutet, dass Texte, Formen, Tabellen, Diagramme und bestimmte weitere Elemente nicht nur als gerenderte Folienbilder exportiert werden sollen. Die konkrete Bearbeitbarkeit muss trotzdem in der Zielversion von PowerPoint geprüft werden, besonders bei Animationen, speziellen Schriftarten, Formeln und komplexen Vorlagen.
Wie funktioniert die Verwendung einer eigenen PPT-Vorlage?
Sie haben zwei Wege: Eine vorhandene PPTX kann als Vorlage für neue Inhalte befüllt werden, oder Sie erstellen daraus einen wiederverwendbaren Arbeitsbereich mit Brand-, Style-, Layout- oder Deck-Regeln. Verwenden Sie einen eindeutigen Pfad zur Vorlage und prüfen Sie anschließend Master, Layouts, Platzhalter und Schriften. Ein allgemeiner Stilname reicht für eine zuverlässige Auswahl nicht aus.
Welche Quellen können importiert werden?
Dokumente wie PDF und DOCX werden im offiziellen Einstiegsablauf ausdrücklich als Quellen genannt. Auch Bilder, weitere Dateien und direkt eingefügter Text können verarbeitet werden. Für Webseiten und Markdown ist entscheidend, dass der Inhalt im jeweiligen Projekt lesbar bereitgestellt wird. Tabellen, Fußnoten, eingebettete Grafiken und Quellenangaben sollten nach der Extraktion separat kontrolliert werden.
Ist Claude Code notwendig?
Nein. PPT Master läuft als Workflow in einer AI-Programmierumgebung und ist nicht ausschließlich an Claude Code gebunden. Die Dokumentation nennt mehrere kompatible Coding Agents. Erforderlich sind jedoch Dateizugriff, Shell-Ausführung und die Installation der Python-Abhängigkeiten. Für Unternehmen ist außerdem zu klären, wo API-Schlüssel gespeichert werden und ob die Datenverarbeitung den internen DSGVO-Vorgaben entspricht.
Welche Prüfung folgt nach der AI-Erstellung?
Kontrollieren Sie zuerst Aussagen, Zahlen und Quellen, danach die Folienstruktur. Anschließend folgen Schriftarten, Überläufe, Tabellen, Diagramme, Animationen, Hyperlinks, Notizen und die Bearbeitbarkeit. Öffnen Sie die PPTX in der realen Übergabeumgebung. Eine Präsentation, die nur im Browser gut aussieht, ist noch keine abgenommene PowerPoint-Datei.
Sechster Schritt: Die Abnahme mit einer festen Checkliste durchführen
Die folgende Checkliste ist für die Übergabe einer einzelnen Präsentation gedacht:
- [ ] Sind alle Kernaussagen mit der Originalquelle vereinbar?
- [ ] Sind Zahlen, Einheiten, Zeiträume und Prozentwerte korrekt übernommen?
- [ ] Besitzt jede externe Aussage eine nachvollziehbare Quellenangabe?
- [ ] Lassen sich Überschriften und Textfelder einzeln bearbeiten?
- [ ] Lassen sich Tabellenzellen und Diagrammdaten separat auswählen?
- [ ] Sind Formen, Pfeile und Bilder keine unbeabsichtigten Gesamtfolienbilder?
- [ ] Sind Firmenlogo, Farben und Schriftarten korrekt?
- [ ] Ist die benötigte Schriftart auf dem Zielsystem installiert oder eingebettet?
- [ ] Gibt es abgeschnittene Texte, Überlappungen oder unlesbare Fußnoten?
- [ ] Funktionieren Hyperlinks in der Zielumgebung?
- [ ] Sind Animationen und Übergänge in PowerPoint geprüft?
- [ ] Stimmen Sprecher- und Notiztexte mit der finalen Folienreihenfolge überein?
- [ ] Wurde die Datei nach manuellen Änderungen erneut gespeichert und geöffnet?
- [ ] Ist dokumentiert, welche Folien von Menschen korrigiert wurden?
Für Teams empfiehlt sich zusätzlich ein Änderungsprotokoll. Es sollte festhalten, welche Quelle verwendet wurde, welches Modell eingesetzt wurde, welche Schriftarten vorhanden waren und welche Folien manuell überarbeitet wurden. Das ist besonders wichtig, wenn Präsentationen später gegenüber Kunden, Prüfern oder internen Freigabestellen nachvollziehbar sein müssen.
Entscheidungsübersicht: Welcher PPT-Master-Weg passt zum Projekt?
| Anforderung | Passender Weg | Vorteil | Kritischer Prüfpunkt |
|---|---|---|---|
| Ein Bericht soll einmalig in Folien umgewandelt werden | Freier Workflow mit PDF, DOCX oder Text | Schneller Prototyp für Struktur und Inhalt | Fakten, Quellen und Textdichte |
| Eine vorhandene PPTX soll mit neuen Inhalten gefüllt werden | „Fill Native PPTX“ | Bestehende Folienstruktur bleibt Ausgangspunkt | Platzhalter, Master und Schriftarten |
| Ein Unternehmen benötigt wiederkehrende Präsentationen | Wiederverwendbarer Template-Arbeitsbereich | Regeln und Layouts können erneut genutzt werden | Vorlagenmodell und Markenmaterial |
| Animationen sind Teil der Lieferung | Native Animationen mit PowerPoint-Abnahme | Bewegungen können als OOXML exportiert werden | Versionen anderer Präsentationsprogramme |
| Eine sensible Quelle wird verarbeitet | Lokale, kontrollierte Umgebung | Bessere Kontrolle über Dateien und Zugangsdaten | DSGVO, API-Schlüssel und Speicherorte |
Technische Eckdaten, die die Planung beeinflussen
| Punkt | Offizielle Angabe | Bedeutung für die Entscheidung |
|---|---|---|
| Aktuelle veröffentlichte Version am 14.08.2026 | v4.7.0, veröffentlicht am 13.08.2026 | Vor dem Einsatz sollte der aktuelle Stand geprüft werden, da sich Export- und Vorlagenfunktionen weiterentwickeln. |
| Live-Vorschau | Standardmäßig localhost:5050, bei Belegung anderer freier Port |
Die Vorschau ist lokal erreichbar, muss aber in der Arbeitsumgebung freigegeben und dokumentiert werden. |
| Animationsauswahl | Dokumentation nennt 203 native Presets | Eine große Auswahl bedeutet nicht, dass jeder Effekt in jeder Zielanwendung gleich erscheint. |
| Skill-only-ZIP | Offizielle README nennt ungefähr 56 MB | Für einen schnellen Test kann ein kleineres Paket sinnvoll sein; Abhängigkeiten bleiben trotzdem erforderlich. |
| Exportprinzip | Native DrawingML- und OOXML-Objekte für unterstützte Bestandteile | Die Datei kann weiterbearbeitet werden, ersetzt aber nicht die fachliche und visuelle Abnahme. |
Die Versions-, Port- und Größenangaben stammen aus dem offiziellen Repository und der aktuellen Einstiegsdokumentation. Sie sind keine unabhängige Qualitätsmessung. Besonders bei Modellleistung, visueller Qualität und Vorlagentreue sollte die Projektbeschreibung nicht als allgemeingültiger Benchmark interpretiert werden.
Siebter Schritt: Die lokale Umgebung vor dem Serienbetrieb absichern
Die Installation beginnt laut offizieller Anleitung typischerweise mit einem Git-Clone oder einem ZIP-Download und der anschließenden Installation der Python-Abhängigkeiten. Für den Clone-Weg nennt das Projekt pip install -r requirements.txt; bei einem ZIP-Download fehlt die Git-Historie, weshalb Aktualisierungen anders eingespielt werden müssen.
Für einen kontrollierten Test sollte der Ablauf so aussehen:
- Einen separaten Projektordner mit klarer Zugriffsregel anlegen.
- PPT Master aus der offiziellen Quelle beziehen.
- Die Abhängigkeiten in einer isolierten Python-Umgebung installieren.
- API-Schlüssel nicht in Präsentationsdateien oder Quelltext eintragen.
- Schriftarten, Office-Version und Zielbetriebssystem dokumentieren.
- Eine kleine Eingabedatei und eine echte Firmenvorlage verwenden.
- Vorschau, Export und erneutes Öffnen der PPTX testen.
- Erst danach längere Berichte oder Serienprozesse verarbeiten.
Für eine verteilte Arbeitsweise kann eine kontrollierte Mac-Umgebung sinnvoll sein, wenn mehrere Personen dieselbe Schriftartenbasis, dieselben Dateien und denselben PowerPoint-Workflow benötigen. Bei Fragen zur technischen Nutzung kann das deutsche Informationsangebot von Vuncloud als Ausgangspunkt dienen. Wenn vor dem Test geklärt werden muss, welche Dateien, Zugriffsrechte oder Umgebungsanforderungen für eine Remote-Übergabe gelten, können die organisatorischen Fragen über die deutsche Kontaktseite von Vuncloud eingeordnet werden. Für die konkrete Auswahl einer Umgebung sollten zunächst Dateiumfang, Zugriffsrechte, Schriftarten, Office-Version und Anforderungen an die Remote-Übergabe festgehalten werden.
Grenzen, die vor dem Einsatz schriftlich festgelegt werden sollten
PPT Master ist kein Ersatz für eine Fachredaktion, eine Markenfreigabe oder einen PowerPoint-Spezialisten. Die native Bearbeitbarkeit löst das Problem der späteren Änderung, nicht das Problem falscher Inhalte. Ebenso garantiert eine Vorlage nicht, dass jede komplexe Master-Struktur, jedes eingebettete Objekt oder jede Animation unverändert übernommen wird.
Nicht jede Aufgabe ist für den Workflow geeignet:
- Wenn eine Präsentation ausschließlich aus vertraulichen Daten besteht und keine geprüfte AI-Umgebung vorhanden ist, sollte zunächst die Datenschutzfreigabe erfolgen.
- Wenn eine umfangreiche Präsentation dauerhaft exakt wie eine bestehende Agenturvorlage aussehen muss, ist ein kleiner Vorlagentest Pflicht.
- Wenn eine Lieferung auf mehreren Präsentationsprogrammen funktionieren muss, sind Animationen und Schriftarten besonders kritisch.
- Wenn Folien nur als unveränderliche PDF- oder Bildausgabe benötigt werden, ist die native Objektstruktur möglicherweise unnötig.
- Wenn ein Vortrag bereits fachlich und visuell finalisiert ist, kann manuelle Bearbeitung schneller sein als ein erneuter AI-Lauf.
Der wichtigste Unterschied lautet daher: PPT Master automatisiert die Erstellung eines editierbaren Ausgangspunkts, nicht die vollständige Freigabe einer fertigen Präsentation.
Fazit für den Betrieb: Erst testen, dann skalieren
Wer heute zwischen einem gewöhnlichen AI-Foliengenerator und PPT Master entscheidet, sollte nicht zuerst nach der schönsten Vorschau fragen, sondern nach dem Änderungsaufwand am nächsten Tag. Wenn Texte, Diagramme, Tabellen und Formen einzeln bearbeitbar bleiben, ist der Workflow für Forschung, Beratung und wiederkehrende Unternehmenspräsentationen grundsätzlich interessant. Wenn dagegen nur eine Bildfläche entsteht, wird jede spätere Korrektur teuer und langsam.
Die aktuelle Alternative — lokale Einzelinstallationen oder wechselnde Cloud-Umgebungen — hat in der Praxis oft drei Nachteile: uneinheitliche Schriftarten, schwer nachvollziehbare Abhängigkeiten und keine stabile Übergabeumgebung für die finale PPTX. Für Teams, die regelmäßig Dokumente in Präsentationen umwandeln, kann eine standardisierte Arbeitsumgebung deshalb übersichtlicher sein als mehrere nicht dokumentierte Rechner.
Wer einen solchen Ablauf nur vorübergehend testen oder eine wiederholbare Remote-Übergabe vorbereiten möchte, sollte zunächst mit einem kleinen Vorlagenprojekt beginnen und die Anforderungen an Schriftarten, Datenschutz, Dateien und PowerPoint-Version schriftlich festhalten. Eine gemietete Mac-Umgebung ist dabei nicht automatisch die beste Wahl: Für ein einzelnes Deck reicht ein vorhandener Rechner meist aus; bei wiederkehrenden Lieferungen, festen Font-Versionen und gemeinsam genutzten Dateien kann eine standardisierte Umgebung dagegen den Abnahmeprozess vereinfachen.
Der nächste Schritt: Präsentation prüfen und verbessern
Erstellen Sie zunächst aus Ihren Quellen eine klare Gliederung und legen Sie Zielgruppe, Kernaussagen sowie den gewünschten Umfang fest.
Prüfen Sie die erzeugte PPTX-Datei anschließend auf bearbeitbare Inhalte, korrekte Schriftarten, einheitliche Layouts und funktionierende Animationen.